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DAS GLAUKOM

DER GRÜNE STAR

Das Glaukom („der grüne Star“)

 

Als Glaukom wird eine Gruppe von Augenerkrankungen bezeichnet, bei denen – falls nicht erkannt und behandelt – die Nervenzellen des Sehnerven und der Netzhaut bleibend geschädigt werden.

Durch den Vitalitätsverlust des Sehnervs, bekommt dieser einen blasseren Aspekt und erscheint ausgehöhlt (Exkavation).

Der Sehnerv befindet sich zentral, am Augenhintergrund und sendet die Information von der Netzhaut (Retina) zum Hirn zur Verarbeitung.

Sind nun Teile des Sehnervs beschädigt, ist die Folge ein Gesichtsfeldausfall.

Diese Erkrankung verläuft meist unerkannt über die Jahre, da in der Regel keine Schmerzen vorhanden sind.

 

In den fortgeschrittenen Stadien werden die Gesichtsfeldausfälle als Sehstörung empfunden.

Leider sind schon vorhandene Gesichtsfeldausfälle nicht mehr reversibel.

 

Mit einer adäquaten Therapie lässt sich die Erkrankung jedoch stabilisieren und das weitere Fortschreiten der Ausfälle aufhalten.

In Westeuropa sind fast 2% aller Menschen über 40 am Glaukom erkrankt.

Ca 15% aller Erblindungen können auf das Glaukom zurückgeführt werden.

Risikofaktoren für eine Glaukomerkrankung sind der erhöhte Augendruck, wobei die obere Grenze von 21mmHg nicht für alle Patienten relevant ist.

Laut Studien entwickeln 80% der Patienten mit erhöhtem Augendruck (Okulare Hypertension) kein Glaukom, und 30% aller Patienten mit Glaukomschäden weisen keinen erhöhten Augendruck auf (Normaldruckglaukom).

Andere Risikofaktoren sind: unzureichende Durchblutung des Sehnervs und der Nervezellen der Netzhaut, Alter, Genetik, Ethnizität, höhere Kurzsichtigkeit (ab 5 dpt), Hyperopie, größere Hornhaudicke, Migräne ( Normaldruckglaukom), Schlaf-Apnoe Syndrom.

 

Glaukomformen

 

  • Offenwinkelglaukom: die häufigste Form. Bei dieser Variante ist er Augendruck erhöht und der Patient verspürt keine Schmerzen.
    Einschränkungen des Sehvermögens treten erst sehr spät auf!
  • Normaldruckglaukom: Glaukomform ohne erhöhten Augendruck, jedoch mit den typischen späten Gesichtsfeldaussfällen, falls unbehandelt.
  • Glaukomanfall/Akutes Glaukom/Winkelblockglaukom: plötzlich stark erhöhte Augendruckwerte mit starken Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Sehverschlechterung, gerötetes Auge und verminderte Pupillenreaktion.
    Der akute Glaukomanfall ist ein dringender Notfall und muss sofort augenärztlich versorgt werden!
  • Steroidglaukom: Kortison kann den Augendruck erhöhen.
    Jedem Patienten, der über längere Zeit Kortison nimmt, wird der behandelnde Arzt empfehlen, regelmäßig beim Augenarzt den Augeninnendruck messen.

Wie wird das Glaukom behandelt?

 

Als Therapie werden Augentropfen verwendet.

Sollte diese Therapie nicht ausreichend sein, kann eine Lasertherapie und/oder eine chirurgische Interventionen (die Trabekulektomie) durchgeführt werden.

Eine Neuheit ist das XEN Gel Stent, ein minimalinvasives Mikroimplantat zur Behandlung vieler Formen des Glaukoms.

Diese Röhrchen sorgt für einen besseren Abfluss des überschüssigen Kammerwassers, das somit Augeninnendruck senkt.

Der XEN Gel Stent ist so klein, dass er ohne Naht eingesetzt wird, außen nicht sichtbar und für den Patienten nicht spürbar ist.

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